Kommentar zum Standardartikel "Florierende Felder der Rosen" (http://derstandard.at/?url=/?id=2339219), 12.02.06
Blumen von Ecuador oder Kenia nach Österreich zu schiffen macht keinerlei Sinn, auch wenn die Blumen unter "Fair-Trade" Bedingungen produziert wurden. Fair-Trade ist zwar löblich, wenn dadurch die Lebensbedingungen der Arbeiter verbessert werden. Die Fair-Trade Diskussion verdeckt aber in gewisser Weise die Irrationalität des Systems des internationalen Warenaustausches. Bevor wir uns die Frage stellen, ob ein Produkt unter fairen Bedingungen produziert wurde, sollten wir uns fragen, ob es überhaupt Sinn macht dieses Produkt zu konsumieren. Ein Produkt das wie die Rosen aus Ecuador nur für max. zwei-drei Tage einen Nutzwert stiftet (meistens sogar nur für einen Abend) und danach einfach weggeworfen wird, sollte grundsätzlich nicht um den halben Erdkreis geschifft werden.
Sonntag, Februar 12, 2006
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